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Die „Amerika-Linie“ (Berlin) - Stendal - Uelzen

Entwicklung bis 1945

Im Frühjahr 1873 wurde erstmals in größerem Umfange über das Problem der Auswanderung aus Deutschland - insbesondere nach Übersee  - in der Zeitung berichtet. Auch im Deutschland der damaligen Zeit gab es die Auswanderungsfreiheit, jedoch bedurften Militärpflichtige einer besonderen Auswanderungserlaubnis, die jungen Leuten vom 17. bis 25. Lebensjahr in der Regel versagt wurde, weil Gefahr bestand, dass sich jene dem Militärdienst entziehen wollten.

In den großen Seehäfen waren Auswanderungsunternehmen und -agenten etabliert, die behördlich zugelassen sein mussten. Auswandererschiffe wurden von den Behörden hinsichtlich Seetüchtigkeit, Einrichtung und Verproviantierung überprüft. Mit der Inbetriebnahme der „Lehrter Bahn“ haben sich die Auswanderer viele Jahrzehnte lang besonders der Route Berlin - Stendal - Uelzen - Bremen - Bremerhaven bedient. In Bremerhaven endeten die Züge unmittelbar am Kolumbus-Kai neben den Auswandererdampfern, was der Strecke im Volksmund den Namen „Amerika-Linie“ einbrachte. 

Die Strecke Stendal-Salzwedel-Uelzen wurde bis 1907 zweigleisig ausgebaut und nach und nach für höhere Geschwindigkeiten ertüchtigt. In den 1930-er Jahren wurde der Abschnitt Stendal - Salzwedel zu mehreren Testfahrten mit höheren Geschwindigkeiten genutzt. 

Über die „Lehrter Bahn“ ab Berlin über Stendal auf der „Amerika-Linie“ nach Salzwedel und Uelzen fuhren im Winterfahrplan 1935/36 hier D-Züge D 101/102 (Berlin - Uelzen - Bremen - Oldenburg) und D 105/106 (Berlin - Uelzen - Bremen - Wilhelmshaven). Welche dieser Züge hielten in der Altmark? In Stendal und Salzwedel waren es der D 101/102 und D 105/106.

Darüber hinaus verkehrten auf der „Amerika-Linie“ aber auch noch Fernzüge aus dem mitteldeutschen Raum. Im Winterfahrplan 1935/36 waren es der D 83/84 (Dresden - Bremen - Oldenburg), der E 129/130 (Halle - Uelzen) und E 279/280 (Dresden - Hamburg-Altona). Alle diese Züge hielten neben Stendal auch in Salzwedel. Auf dem Staatsbahnhof Bismark (Prov. Sachsen) hielten hingegen nur die Eilzüge.

Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges (1939 bis 1945) verkehrten mit dem Sommerfahrplan 1939 - vom Lehrter Bahnhof in Berlin abgehend - zwischen Berlin und Bremen vier D-Zugpaare. Hinzu kamen die zahlreichen Personen- und Güterzüge bis hin zum Durchgangseilgüterzug, der zwischen Bremerhaven und Berlin über Uelzen, Salzwedel und Stendal mit Fisch-Kühlwagen pendelte.

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