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Kleinbahn Goldbeck - Werben/E

Weitere Projekte, Betriebseinstellung

Im Jahre 1927 lief der Betriebsvertrag mit der Firma Lenz & Co. aus, und Freises Schwiegersohn wurde Betriebsleiter dieser Bahn. Das Unternehmen befand sich bis 1947 im Familienbesitz und wurde nach der Enteignung vom 1. Mai 1950 ab von der Deutschen Reichsbahn betrieben.

Im Zusammenhang mit dieser Kleinbahn verdient ein Projekt eine kurze Erwähnung: Lange Zeit bestand der Wunsch, die beschriebene Bahn bis Seehausen weiterzuführen, um auch den westlichen Teil der Wische mit der Eisenbahn zu erschließen und die beiden Städte Werben und Seehausen durch einen Schienenweg zu verbinden. In den Jahren 1919 und 1920 wurden sogar technische Unterlagen an den Landeshauptmann der Provinz Sachsen eingereicht, die den Bau dieser Strecke als provinzialsächsische Kleinbahn vorbereiten sollten. Es mangelt jedoch an der Zustimmung eines Teiles der Gemeinden, die von der Bahn berührt werden sollten. Besonders negativ tat sich der Gutsbesitzer Heyde aus Neukirchen hervor, der von seinen umfangreichen Ländereien keinen Quadratmeter Boden für eine Eisenbahntrasse hergeben wollte. In diesem Sinne wirkte er auch auf die Landbevölkerung ein. Leider enden aktenkundige Aufzeichnungen schon im März 1920, und weitere Unterlagen waren nicht mehr auffindbar. Auch der Plan einer Stichbahn von Lichterfelde nach Neukirchen (reine Insellage) wurde in diesem Zusammenhang erwogen. Beide Projekte sind aber nachweislich nicht ausgeführt. So blieb es bei der „Rübenbahn“ in der Wische – eben jener Kleinbahn von Goldbeck nach Werben (Elbe).

Der Verkehr auf der Strecke ging im Laufe der Jahre mehr und mehr zurück, denn moderne Straßen gestatteten einen wesentlich freizügigeren Transport der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Am 26. September 1971 ist der Betrieb endgültig eingestellt worden.

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