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Kleinbahn Osterburg - Pretzier

Unfälle

Am 9. März 1940 kam es zu einem Eisenbahnunglück: Ein kurzer Zug, bestehend aus einer C-Lokomotive und zwei Personenwagen, dampfte in Richtung Osterburg. Kurz nach derAbfahrt in Gladigau, auf halbem Wege nach Schmersau, mußte die Biese, ein kleines Flüßchen, überquert werden. Bei Bedarf konnten die Lokomotiven auf der Brücke Wasser nehmen, denn am Mittelpfeiler der Brücke, die in zwei Bogen die Biese überspannte, hing zu diesem Zwecke ein Saugschlauch. Man brauchte ihn nur an den Ansaugstutzen des Pulsometers auf der Maschine anzuschließen, und wenige Minuten später war der Wasservorrat wieder ergänzt. Das noch im Schlauch befindliche Wasser strömte nach dem Abkuppeln wieder in die Biese zurück.

An diesem Tag sackte der Mittelpfeiler ab, so dass die Schienen am nächsten Stoß rissen und die Lok dort entgleiste. Die beiden Personenwagen blieben auf der Brücke stehen, während die Lokomotive die Böschung hinunterrutschte und sich schräg auf die Seite in eine Koppel legte. Es entstand kein Personenschaden.

Eine Untersuchungskommission stellte später die Ursachen fest:

  • starke Unterspülung des Mittelpfeilers der Brücke durch das seit vielen Jahren aus dem Schlauch zurückströmende Wasser,
  • veränderte Strömungsverhältnisse der Biese infolge der in den dreißiger Jahren durchgeführten Flußregulierung und
  • starker Eisgang, der mit gewaltiger Wucht die Eisschollen gegen den Mittelpfeiler presste.

Dies war das einzige große Unglück auf den Kleinbahnstrecken der Altmark. 

Unfall Biesebrücke
Durch Eisgang wurde die Biesebrücke bei Gladigau so stark beschädigt, dass sie der Belastung durch den Zug nicht mehr gewachsen war.
(Slg. W. List/1940)
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