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Nebenbahn Stendal - Tangermünde

Weitere Entwicklung

Neben dem Anschluß zur Schmalspurbahn hatte die St.T.E.G. 1909 im Bahnhof Stendal Vorbahnhof eine Verbindung mit der Stendaler Kleinbahn-AG (Strecke Stendal Staatsbahnhof–Stendal Ost) bekommen. Von Stendal Ost aus betrieb die Stendaler Kleinbahn-AG die Strecken nach Arneburg und Arendsee. Die Tangermünder Bahn benutzte die Anlagen dieses Trennungsbahnhofes gemeinsam mit der Stendaler Kleinbahn. Das seit 1891 bestehende Anschlußgleis zur Stendaler Zuckerfabrik wurde ebenfalls von beiden Gesellschaften bedient, und sie befuhren gemeinsam das Verbindungsgleis zum 1,2 km entfernten Staatsbahnhof, wo ihre Züge an der Ostseite des früheren Bahnsteiges 3 (heute Bahnsteig 7/8) endeten.

Für kurze Zeit gab es über die Elbe hinweg eine Gleisverbindung nach Schönhausen: Zur Entlastung bzw. zur strategischen Umgehung der Elbebrücke Hämerten in Kriegszeiten war Ende 1944 ein Gleis über die Nordseite der Tangermünder Elbebrücke verlegt worden. Es schloß einerseits an das Zufahrtsgleis zur Hafenbahn und andererseits im Bahnhof Schönhausen über die Gleise der Kleinbahn Jerichow – Schönhausen an die Strecke Stendal – Berlin an. Arbeitszüge und Lokomotivfahrten waren längere Zeit der einzige Verkehr auf diesem Teilstück, und nur ein einziger Transportzug rollte mit 25 Wagen voller Munition und Verpflegung am 12. April 1945 über diese Strecke. Bereits am selben Tage ist die Brücke von der deutschen Wehrmacht gesprengt worden.

Wie alle anderen ehemaligen Privatbahnen wurde auch die St.T.E.G. seit 1949 von der Deutschen Reichsbahn betrieben. Die nach 1949 noch wesentlich erweiterten Industrieanlagen wurden bis zum Zusammenbruch der Tangermünder Industrie als Folge der Vereinigung beider deutscher Staaten vorrangig über den Schienenweg mit allen benötigten Roh- und Hilfsstoffen versorgt. Auch die Hafenbahn existiert noch in vollem Umfang, wenngleich der Verkehr auch bis auf ein Minimum zurückging. Das Faser- und Spanplattenwerk betrieb eine eigene Anschlußbahn. Dazu wurde ein Übergabebahnhof gebaut. Diese Anschlußbahn bediente alle Betriebe im Industrieviertel der Stadt. Die öffentliche Ladestelle am Hafen (Tarifstelle „Tangermünde Am Elb- und Hafenufer“), die BHG (ehemalige Kartoffelflockenfabrik) und die Güterverkehrsanlagen des Bahnhofes (Rampen, Lagerhalle der Mühlenwerke und Ladestraße bediente die Zug- und Rangierlok der Deutschen Reichsbahn.

Anläßlich einer völligen Rekonstruktion der Gesamtstrecke erhielt die Haltestelle Miltern eine Bahnsteigkante aus Betonfertigteilen. Gleichzeitig verschwanden die Freiladegleise und Ladestraßen.

Die Bedeutung der Bahn ist, was den Personenverkehr betrifft, nach wie vor unbestritten. Werktäglich wurden 16 Triebwagenpaare zwischen Stendal und Tangermünde gefahren (Stand 1995). Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die am 1. Januar 1996 wirksam werdende Regionalisierung des Nahverkehrs auf die Rentabilität dieser Strecke auswirken wird.

Seit Sommerfahrplan 1997 gab es auf dieser Strecke einen Triebwagenverkehr mit DWA-Doppelstock-Triebwagen im Stundentakt. Heute werden dort Triebwagen der Baureihe 642 eingesetzt.

Lok 5
St.T.E.G.-Lok 5 „Markgraf“ auf Bf Tangermünde.
(Slg. W. List/um 1933)

Lok 6
St.E.G.-Lok 6 „Hugo Meyer“ auf Bf Tangermünde
(Slg. W. List/um 1933)

Lok 7
St.E.G.-Lok 7 auf Bf Tangermünde.
(Slg. W. List/um 1933)

Bild 300 x ??? (B x H)
VT 137 552 Mag, ex Triebwagen 1 der St.T.E.G.
(Slg. W. List)
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